Das Easy Economy-Experiment

Blogs, Instant Messenger, Wiki und eine webbasierte Projektmanagement-Anwendung für Kunden und Mitarbeiter – netzideen, setzt sich bereits seit langer Zeit intensiv mit den Herausforderungen des Web 2.0 auseinander und integriert sie effektiv in den Projektalltag. Das Konzept wird kombiniert mit einem besonderen Experiment, das im Oktober startete: Die Einführung der so genannten Easy Economy.

Der Begriff stammt ursprünglich vom Autor Markus Albers, der in seinem Buch Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung die vielfältigen Arbeitsweisen in der Wissensgesellschaft aufzeigt und gleichzeitig die Existenzberechtigung traditioneller Arbeitsmodelle und -instrumente, wie den Acht-Stunden-Tag, Meeting-Schwemme und die Anwesenheitspflicht, gründlich hinterfragt. Wir nennen dieses Buch nur noch liebevoll „Unsere Bibel“.

Eben diese Instrumente werden sukzessive aus dem Unternehmensalltag gestrichen. An deren Stelle treten das Arbeiten in klar abgrenzbaren Projekten, die Definition von messbaren Zielen sowie eine freie Zeiteinteilung aller festen Mitarbeiter. Sie sind die Fundamente der neuen Unternehmenskultur, die bis Ende des Jahres 2008 konsequent auf- und ausgebaut werden.

Nun übt sich das netzideen-Team im Selbstversuch und erkennt, dass das Büro nicht mehr zwangsläufig Dreh- und Angelpunkt der alltäglichen Tätigkeit sein muss. Mobile Kommunikationsmittel, Breitbandinternet fast allerorts sowie eine projektbezogene Denk- und Arbeitsweise lassen das Experiment unter einem guten Stern stehen. Ein Beispiel ist die enge projektbezogene Zusammenarbeit mit David, einem Programmierer aus Finnland. Kommuniziert wird ausschließlich via Projektmanagement-Tool und Skype.

Doch nicht nur die interne, auch die Kommunikation mit Kunden und Auftraggebern wird mit den Entwicklungen des Web 2.0 erfolgreich realisiert. Das webbasierte Projektmanagement-Tool „Streber“ erlaubt einen Projekt- und Dokumentenzugriff jederzeit und von überall. Darüber hinaus dienen Instant Messenger, wie Skype oder Miranda der direkten, zeitsparenden Kundenkommunikation. Dies erleichtert und verkürzt die Arbeits- und Abstimmungsprozesse erheblich.

Das Web 2.0 zeigt neue Wege und Möglichkeiten auf, effektiv zu kommunizieren, individuell zu agieren und somit bestmöglich auf die Wünsche und Bedürfnisse von Mitarbeitern, Kunden und Usern eingehen zu können. Der Schritt weg vom klassischen Unternehmensprozess hin zur flexiblen und ortsunabhängigen, weil Web 2.0-basierten Projektarbeit, ist unser Hauptziel für 2008.

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