“Leipzigs Kreative – Überleben in der Null-Euro-Wirtschaft”. Das war der Titel der Podiumsdiskussion, die meine Feuertaufe werden sollte. Eine illustre Runde saß da auf dem Podium, bestehend aus Claudius Nießen, Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstitutes, Kristin Dittrich, Festivaldirektorin des F/Stop-Fotografiefestivals, Markus Ohm, Geschäftsführer der Visionauten, Jürgen Christ, Dozent und Webcoach, Christian Bollert, Redaktionsleiter des Webradios detector.fm, René Meyer, Computerspielexperte – und mir.
Ich war wirklich wahnsinnig aufgeregt und nachdem ein anwesender Hund meine Club Mate-Flasche abgeleckt hatte, wusste ich auch gar nicht mehr, wie ich meine trockene Kehle befeuchten sollte. Dann fingen die Anwesenden an, ihre Position gegenüber der so genannten Null-Euro-Wirtschaft zu manifestieren. Das konnten sie gut. Ich für meinen Teil konnte mir nach wie nicht wirklich viel unter diesem Begriff vorstellen. Verschiedene Ansätze kreisten in meinem Kopf herum: Keine Fördergelder für Kreative oder irgendwas mit Krise…. Keiner dieser Ansätze wollte aber so recht zu dem passen, was die Podiumsteilnehmer von sich gaben. Also stellte ich erstmal die Frage, was unter dieser besagten “Null-Euro-Wirtschaft” eigentlich zu verstehen sei – und prompt kam eine Diskussion in Gang. Die wurde ziemlich laut und auch fast schon kontrovers und ich war mir ziemlich sicher, dass ich NIE WIEDER auf solch eine Veranstaltung eingeladen werde. Aber die Wogen glätteten sich schnell und beim anschließenden Käse-Wein-Snack haben sich alle wieder vertragen. Unterm Strich war der Tenor der Veranstaltung, Kreative besser zu vernetzen und Räume für Zusammenarbeit zu schaffen – also das, was wir bereits anstreben. Leider wurde meiner Meinung nach zu oft im Konjunktiv gesprochen.
Die Frage, ob ich die geborene Referentin bin, kann ich wirklich verneinen, aber ich arbeite dran und hoffe, dass ich vielleicht doch noch mal zu solch einer Veranstaltung eingeladen werde. Übung macht bekanntlich den Meister und die fallen ja nun auch nicht vom Himmel.


Gratulation!Beim nächsten mal bin ich unterstützend dabei-wenn auch nur zum Daumendrücken.
Kommentar von the past — 2. November 2009 um 06:02
Vielen Dank!
Mal schauen ob und wann es ein nächstes Mal gibt.
Kommentar von diana — 2. November 2009 um 11:11