Endlich durfte ich mal wieder raus aus Leipzig und dem allgemeinen Controllingtrott! Am 25.06.09 besuchte ich das Social Media Camp in Berlin. Im Rahmen der IT Profits 5.0 fand ein Barcamp (ich hoffe ihr wisst alles was ein Barcamp ist? Falls nein > bei Wikipedia nachlesen) statt. Themenschwerpunkt: Social Media. Federführend bei der Organisation war Jens Best.
Eines vorneweg: Das Barcamp war richtig gut!
‘Wo sind wir denn hier hingekommen?’ Dieser Gedanke kam mir als erstes, denn die Räumlichkeiten des Barcamps (übrigens das Monetarisation Camp hatte seine Zelte in unmittelbarer Nachbarschaft aufgeschlagen. Mehr dazu weiß Sebastian zu berichten) waren nahe Erdmittelpunkt. Die Messe Berlin stellte die Räumlichkeiten nämlich zur Verfügung, und offensichtlich gab es in Halle 7 nur Platz im untersten Kellergeschoß für Unkonferenzen. Auch Jens Best meinte nur hintersinnig: „Barcamps müssen nicht immer auf dem Messegelände stattfinden.“ Die bezogenen Hallen seien übrigens die mit dem kürzesten Echo gewesen – zur Auswahl hätte auch noch eine Halle mit drei Sekunden Verzögerung gestanden, kommentierte der Organisator die Raumsituation.
Aber egal – auf die Inhalte kommt es an. Äußerlichkeiten sind etwas für Miesmacher. Die Sessions fand ich allesamt hochinteressant.
Folgende Sessions besuchte ich:
Überblick über Social Media Monitoring – der Referent stellte uns diverse Monitoring Tools vor. Von kostenlos bis verdammt teuer, von manuell bis automatisch, von einfach und funktional bis hinzu bunt, komplex und drastisch verwirrend war alles dabei. Resümee: Der Markt in Deutschland wird bis dato v.a. von ausländischen Anbietern bedient, deutsche Markteilnehmer bieten meist nur Beratung an und keine konkreten Tools. Die semantische Inhaltserkennung von Beiträgen und die anschließende Gewichtung funktioniert bis aktuell nur in „English“ – ist ja klar, wenn die meisten Anbieter aus Amerika kommen.
„Hol das Kind aus dem Brunnen“ Reputationsmanagement – Der Referent stellte kurz ein Problem vor (falscher Wikipedia-Eintrag) und fragte dann, wie eine Agentur im Auftrag des Unternehmens am besten vorgeht. Eine nette Diskussion entspann sich daraufhin. Resümee: Kommunikation ist alles! Rede mit allen Beteiligten und agiere nicht verdeckt.
Meme als Tools – In diesem Vortrag drehte sich alles um die kleinsten Informationsteilchen und seinen Verbreitungsmöglichkeiten im Internet. Ein Meme wird ähnlich einem Gen von Kommunikator zu Kommunikator weitervererbt. Resümee: Immer mehr Meme prasseln auf den Internetnutzer ein. Jeder hat die Möglichkeit Meme unkompliziert zu initiieren und zu verbreiten. Diese Erkenntnis kann Social-Media-Interessierten helfen die Mechanismen von Themensettings besser zu erkennen, zu verstehen und ggf. zu steuern.
Für die letzte Session wanderte ich kurzerhand zur Konkurrenz ab:
Monetarisierung von Communities – Das frisch gestartete Online-Netzwerk „Frobbel“ stellte sich vor und der Betreiber ließ sich ein wenig in die Karten schauen.
Uff das war nun aber allerhand Infoinput. Mein Geist und Körper verlangten nun nach Entspannung. Ein kurz Check-in in der Unterkunft und dann mit der U-Bahn ab zur Online Marketing Lounge. Hier winkte Freibier und Netzwerken.


[...] Beide Veranstaltungen fanden am 25.06.2009 im Rahmen der IT Profits in einer Messehalle statt. Ich komme leider erst jetzt zu einem kurzen Recap, aber besser spät als nie! Wie der Name schon sagt waren beide Veranstaltungen im Barcamp Style organisiert. Ich war mit dem Kollegen Thomas Guttsche vor Ort. Mich interessierte dabei eher der Bereich der Monetarisierung, Thomas hat sich einige Sessions zum Thema Social Media angehört. Sein Gastbeitrag zum Social Media Camp wird nachfolgend hier im Blog erscheinen. [...]
Pingback von Monetization Camp und Social Media Camp Berlin 2009. | Beitrag | netzideen Unternehmensblog — 9. Juli 2009 um 16:41